Das Stiftungsfest des OAV

Mit dem Stiftungsfest feiert der Ostasiatische Verein einmal im Jahr, jeweils am letzten Freitag im Februar, seinen Geburtstag in der Oberen Halle des Alten Rathauses von 1405.

Das Stiftungsfest gehört damit zum „Dreigestirn“ der Bremer Traditionsveranstaltungen im festlichen Rahmen, zu dem auch die Eiswette und die 1545 gegründete Schaffermahlzeit zählen.

Das Stiftungsfest entstand aus kleinen Anfängen. Ursprünglich war es eine Jubiläumsfeier im kleineren Kreis, bei der – wie könnte es anders sein – ein Curry-Essen gemeinsam genossen wurde. Ein erstes größeres Fest fand bereits 1913 statt, damals waren immerhin 56 Mitglieder und 84 Gäste anwesend.

Anlässlich des fünfzigjährigen Bestehens des OAV's im Jahr 1951 wurde erstmals in der Rathaushalle mit 400 Personen gefeiert. Und so ist es dank der Unterstützung der Bremer Bürgermeister bis heute geblieben.

Ein Gast, Herr Peter-Alexander Reischauer, beschrieb unser Fest einmal anschaulich: „Lassen Sie mich am Beispiel des 96. Stiftungsfestes … den Ablauf der Veranstaltung schildern. In der Oberen Halle ist eine lange Tafel eingedeckt, die an der Frontseite durch die ganze Halle läuft, sie bietet 46 Gästen Platz. Hier sitzt der Vorstand mit den Ehrengästen, den Botschaftern, Bürgermeistern, Senatoren und besonderen Gästen. Quer dazu stehen elf zungenförmig angeordnete Tische, an denen jeweils 23 Teilnehmer sitzen. Und da der Andrang wiederum groß ist, hat man noch drei runde Tische in das Senatsgestühl und fünf Tische in die restlichen Ecken der Halle gequetscht.“

Festredner in den vergangenen Jahrzehnten waren unter anderem: Prof. Kurt Biedenkopf, Lord Ralf Dahrendorf, Bundespräsident Karl Carstens und vor allem Persönlichkeiten aus Asien.